Wir möchten unser Projekt, das „Schwätzbänkle“ in weitere Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises bringen. Mit dem „Schwätzbänkle“ sind bereits bestehende oder neu anzuschaffende Bänke gemeint, die die Menschen zur niederschwelligen Kontaktaufnahme einladen und animieren sollen. Auf einem Schild, das die Bänke als „Schwätzbänkle“ ausweist ist der Hinweis geschrieben, dass jeder der gerne mit Menschen ins Gespräch kommen möchte, herzlich eingeladen ist sich auf eben diese Bank zu setzen und so mit anderen, die es ihnen gleich tun ins Gespräch zu kommen.Mit diesem niederschwelligen Angebot möchten wir sowohl den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken, die Vernetzung der Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters und jeglicher Herkunft fördern als auch der zunehmenden Vereinsamung in unserer Gesellschaft, besonders älteren Menschen, aktiv und nachhaltig entgegenwirken.
Auf diesen Bänken können so neue Kontakte geknüpft als auch bestehende Bekanntschaften aufgefrischt oder intensiviert werden. Es sollen so Begegnungsstätten für jeden und zu jeder Zeit geschaffen und gepflegt werden.
Was wir bereits erreicht haben
In der Schwetzinger Fußgängerzone konnten wir bereits eine vorhandene Bank als Schwätzbänkle umwidmen. Wir sehen wie erfolgreich diese einfache Maßnahme wirkt und Menschen, die sonst keinen Kontakt miteinander oder allgemein wenige Gespräche mit anderen Menschen führen, von diesem Angebot profitieren.
Hier sehen wir wie wichtig niederschwellige Angebote sind und wie stark und nachhaltig dieses Projekt gesellschaftliches Miteinander stärken und ausbauen kann.
Was wir noch erreichen möchten
Wir möchten in möglichst allen Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises eine solches „Schwätzbänkle“ etablieren. Hierbei ist uns wichtig, dass vorhandene Ressourcen genutzt werden, indem wir vorhandene Bänke nutzen und diese für möglichst alle Menschen barrierefrei- oder arm zu erreichen sind. Die Bänke sollten an möglichst gut erreichbaren und bekannten Plätzen der Gemeinden stehen.
In Gemeinden, in denen keine Bänke an geeigneter Stelle vorhanden sind, möchten wir diese mit Fördergeldern installieren.
Wie wir das Projekt umsetzen möchten
Wie bereiten eine umfassende, alle Gemeinden Kommunen des Kreises betreffende Informationskampagne zu unserem Vorhaben vor. Wir möchten die Gemeinden und Kommunen an erster Stelle von der Wichtigkeit des Projektes für alle Bürgerinnen und Bürger, besonders der von Vereinsamung stark betroffenen älteren Menschen, überzeugen.
Bei diesem Projekt arbeiten wir eng mit den bereits bestehenden Seniorenvertrer*innen vor Ort zusammen, um die bestehenden Ressourcen in Form von vorhandenen Bänken zu nutzen oder Bedarfe festzustellen.
In Gemeinden und Kommunen, in denen es diese Vertretungen aktuell noch nicht gibt, werden wir im Kreisseniorenrat diese Aufgabe übernehmen.
Im nächsten Schritt möchten wir die Umsetzung mit den Gemeinden und Kommunen schnellstmöglich umsetzen, indem geeignete Bänke zur Nutzung bzw. Orte für zu installierende Bänke durch die entsprechende Verwaltung genutzt werden.
Um dieses Angebot für alle Menschen zugänglich zu machen, stehen wir in engem Austausch mit entsprechenden Experten. Besonderes Augenmerk muss hier auf Menschen mit Behinderungen und Einschränkungen gelegt werden. Hierbei möchten wir nicht nur Intressenvertreter*innen der verschiedenen Gruppen sondern auch die von Einschränkungen betroffenen Menschen selbst, aktiv einbinden um geeignete Plätze zu finden.
Eppelheimer Nachrichten vom 28. März 2024 (als ePaper)




